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Äolische Inseln, auch Liparische Inseln genannt - einst
Wohnsitz der Götter Äolus, Mars, Diana und Neptun,
Götter, die gerade hier die Naturelemente beherrschten:
Feuer, Erde, Luft und Wasser. Da war auch Odysseus, der, um
sein "Ich" wiederzuerlangen, Ithaka verließ
und sich auf den Inseln aufgehalten hatte. Die Inseln verdanken
ihren Namen dem Gott Äolus, dem Herrn der Winde, der
laut Homer hier über sein Reich herrschte. Um 1200 v.
Chr. nahmen die aus Süditalien zugewanderten Ausonier
die Inseln in Besitz. Ihr König Liparos war der zweite
Namensgeber des Archipels. Alle sind vulkanischen Ursprungs,
feurig und unheimlich, lieblich und von mediterranem Charme,
eine faszinierender als die andere. Lipari, Vulcano, Salina,
Filicudi, Alicudi, Panarea und Stromboli liegen aufgereiht
wie eine Perlenkette vor der sizilianischen Nordküste
im Tyrrhenischen Meer. Die geologischen Eigenschaften gaben
jeder Insel eine ganz besondere eigene Prägung. Ein immer
noch fischreiches und sauberes Meer, schöne Grotten und
hohe Felsriffe, Felsspitzen und Strände mit feinstem
schwarzen Sand, schwefelbedeckte rauchende Vulkan-Krater sowie
Berge aus schneeweißem Bimsstein. Wie seit Jahrtausenden
von Jahren sind sie nur mit dem Schiff zu erreichen, statt
Triremen und Galeeren bevorzugt man heute Autofähren
und die ultraschnellen Traghettis.
Dem Wanderer bietet die Pflanzenwelt gerade im Frühling
ihre ganze natürliche Schönheit und überwältigende
Vielfalt an Farbenpracht und berauschenden Düften. Überall
trifft man den immergrünen und blühenden Buschwald-die
Macchia. Die einst die Inseln bedeckenden Wälder fielen
den Abholzungen für den Ackerbau zum Opfer. Jetzt gehören
Weinberge, Olivenhaine, Kapernbüsche und Gemüseanbau
zum Bild der Inseln. Haupteinnahmequelle ist der Fremdenverkehr
geworden.
Der Stromboli ist ohne Zweifel der spektakulärste Vulkan
der Äolischen Inseln. "Leuchtturm der Antike"!
Aber auch bis in unsere Zeit wurde er als natürliches
Leuchtfeuer von der Seefahrt genutzt. Hier bietet sich die
einmalige Gelegenheit, den Reiz dieses ununterbrochen aktiven
Vulkans aus unmittelbarer Nähe zu beobachten.
Unsere Wanderreise auf sechs der Liparischen Inseln ist wie
immer bunt und abwechslungsreich zusammengestellt: Berge,
Vulkane, Strände und Kultur. Über die Jahrtausende
hinweg hinterließen die verschiedensten Eroberer Zeugnisse
ihres Daseins. Alles verbunden mit Baden an den schönsten
und einladendsten Stränden.
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Meine Unternehmungen sind alle sorgfältig geplant und
vorbereitet. Es kann aber auch auf den Liparischen Inseln
passieren, dass vieles nicht so perfekt ist, wie wir es von
zuhause gewohnt sind.
Um nicht in den Zeitstress der Fährabfahrtszeiten zu
kommen, werden wir am 1. Tag in Milazzo (Sizilien) in Hafennähe
wohnen und anschließend auf 3 weiteren Liparischen Inseln
unsere Hotels beziehen. Sie alle sind gut geführt, schön
und praktisch gelegen und immer in Meeres- und Strandnähe,
damit wir unser Gepäck nicht zu weit zum Schiff tragen
müssen.
Lipari ist die größte, bevölkerungsreichste
und lebendigste der Äolischen Inseln. Das gleichnamige
Städtchen zählt 5000 Einwohner und ist der Haupt-
Dreh- und Ausgangspunkt für die umliegenden Inseln. Hier
ist unser Haupt-Ausgangs-Hotel, zentral gelegen direkt am
Strand u. nicht zu weit vom Fährhafen entfernt. Das ansprechende,
neu renovierte gute Hotel steht am Meer in aussichtsreicher
Lage. Die traditionelle Gastfreundschaft gestaltet uns den
Aufenthalt besonders angenehm. Das beliebte Hotel wird uns
mit einheimischer Küche und ausgezeichneten Buffets verwöhnen.
Nur wenige Schritte sind es ins Zentrum mit den hübschen
Gassen und zahlreichen Geschäften, Cafes und Restaurants,
die abends sicherlich zu einem gemütlichen Bummel einladen.
Bei den Teilnehmern ist keine alpine Erfahrung erforderlich
und mit durchschnittlicher Kondition sind die Tagesetappen
problemlos zu bewältigen. Nach ein oder zwei längeren
Exkursionen folgt ein etwas ruhigerer Tag. Bei Schlechtwetter
werden Tourentage nach Ermessen des Bergführers ausgetauscht
oder Ausweichtouren angeboten. Alle Wanderungen können
mit Tagesgepäck begangen werden. Bei der Besteigung des
aktiven Vulkans Stromboli kann Aufgrund unvorhersehbarer Eruptionstärken
oder Ausbrüche der komplette Aufstieg nicht garantiert
werden.
Das Klima ist in dieser Zeit noch angenehm zum Wandern. Klima-Werte
für Mai: Tagestemperatur ca. 22 Grad, Wassertemperatur
ca. 20 Grad.
Ausrüstung: Funktionelle Wanderausrüstung und Bekleidung.
Eine spez. Ausrüstungsliste wird mit der schriftlichen
Buchungsbestätigung zugesandt. Buchung: Mit der schriftlichen
Bestätigung Ihrer Anmeldung ist die Buchung für
Sie und mich verbindlich. Anzahlung spät. innerhalb von
8 Tagen Euro 170,-
Transfers: Ab Flugplatz Catania Transfer zum Fährhafen
Milazzo und zurück zum Flugplatz Catania. Ansonsten sind
wir beim Inselhüpfen mit den Traghettis, schnellen Tragflügelbooten
unterwegs.
Reisetermin: 11. - 22. Mai 2010
Buchungs-Nr: 10 / 13 - Liparische Inseln
Reisepreis:
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1. Tag: Die Anreise zu den Liparischen Inseln beginnt mit
dem Flug von München nach Catania an der Ostküste
Siziliens. Transfer die Zyklopenküste entlang nach Milazzo
zum Hotel. Die weit ins Meer hinausragende Halbinsel mit einem
mächtigen Kastell und den schmalen Altstadtgassen besitzt
einen eigenartigen Charme u. ist das ideale Sprungbrett für
die Liparischen Inseln.
2. Tag: Überfahrt mit dem Tragflügelboot nach Lipari
zum 2. Hotel der Wanderreise. Hier bleiben wir 7 Nächte.
Zentral gelegen, direkt am Strand und nicht zu weit vom Fährhafen
entfernt. Nur wenige Schritte sind es ins Zentrum mit den
hübschen Gassen und zahlreichen Geschäften. Über
der Stadt erhebt sich der Burgberg mit der Kathedrale San
Bartolomeo und dem archäologischen Museum. Hier konzentriert
sich die Geschichte des Archipels. Der
erste Gipfel - Rundwanderung zum Monte Guardia, 369 m im südlichen
Teil der Insel. Beim Anstieg in blühender Küstenregion
genießen wir einen weiten Rundblick über Lipari
und auf alle anderen der sechs im Umkreis liegenden Inseln
des Archipels. Zum Greifen nahe erscheint die Nachbarinsel
Vulcano. Der Monte Guardia, was so viel heißt wie Wache,
Wächter, war Jahrhunderte der Wächter über
Lipari. Weiter durch den fruchtbaren Vulkankrater Fossa di
M. Guardina und mit einem Abstecher durch das Valle Muria
gelangen wir zum gleichnamigen, einsamen Strand. Gemütliche
Badepause. Rückweg auf dem alten, mit Lavasteinen gepflasterten
Treppenweg zum Hotel. Gehzeit 4 1/2 Std.
3. Tag: Monte San Angelo, 594 m. Schönster Vulkangipfel
der Insel. Fahrt mit dem Linienbus durch typische Bergorte
ins Landesinnere. Entlang an Gärten mit Feigen-, Maulbeer-
und Walnussbäumen, Aufstieg zum Gipfel. Die Überschreitung
führt uns mit grandiosen Ausblicken am Kraterrand zum
Vallone Bianco und hinab durch hellen Bimsstein nach Quattropani.
Weiterweg zur Küste, über die Hochebene Castellaro
zu den aufgelassenen Kaolingruben, die in den schillerndsten
Farben von Weiß über Gelb, von Rosa bis Violett
leuchten. Hoch über dem Tyrrhenischen Meer durch Weidegründe
zur Thermalquelle von San Calogero. Auf
dem schön gepflasterten Weg zur Bushaltestelle
u. Rückfahrt zum Hotel. Gehzeit 6 Std.
4. Tag: Fahrt mit der Schnellfähre nach Panarea. Die
kleinste der sieben Perlen. Der italienische Geldadel hat
sich hier niedergelassen. Durch die hübschen Gassen und
die gepflegte Terrassenlandschaft wandern wir von San Pietro
hinauf Richtung Punta del Corvo "Rabenspitze". Über
Wege und Bergpfade alpin und interessant mit Wahnsinns-Tiefblicken
über der Steilküste weiter auf den vor uns stehenden
Gipfel 421 m. Durch blühende Macchia und Küstenvegetation,
Kammüberschreitung und Abstieg zur Punta Milazzese. Ausgrabung
eines bronzezeitlichen Dorfes aus dem 14. Jhd. v. Chr., eine
uralte vorgeschichtliche Inselbesiedelung. Ab hier wird Baden
und Schwimmen an wunderschönen Stränden großgeschrieben.
Gehzeit 4 1/2 Std. Rückfahrt mit der Fähre nach
Lipari.
5. Tag: Monte Chirca, 602 m. Hoch über dem Tyrrhenischen
Meer mit dem Linienbus nach Quattropani 313 m. Aufstieg durch
tief eingeschnittene Erosionsschluchten u. teilweise verwachsene
Pfade zum aussichtsreichen, höchsten Vulkangipfel der
Insel. Unser Rundweg führt uns durch den blendend weißen
Bimsstein hinab mit Blick auf den Monte Pilato u. die Küste
von Canneto. Im Obsidianstrom der Rocche Rosse, der vor ca.
1400 Jahren zum Meer floss, können wir im erodierten
Bimsstein mit etwas Glück sehr schöne Obsidian-Exemplare
finden. Bald ist der Kiesstrand von Acqacalda erreicht. Ein
kühler Schluck in der nächsten Bar u. ein Bad im
Meer laden uns ein. Unser Weiterweg führt zur kleinen
Kirche, Chiesa Vecchia und mit Blick zur Insel Salina u. Filicudi
geht es zur Bushaltestelle in Quattropani. Rückfahrt
zum Hotel. Gehzeit 5 Std.
6.Tag: Frühmorgens Überfahrt mit dem Traghetto
nach Salina zum Hafen Santa Marina. Die "grüne Insel".
Hier spielt die Landwirtschaft eine sehr große Rolle.
Kapern und der Anbau der Malvasia-Traube für den weltberühmten
Malvasier-Wein (Nektar der Götter) sind die Haupterzeugnisse.
Der Monte Fossa delle Felci, mit 962 m höchster Berg
des Äolischen Archipels, ist von einem immergrünen
Wald bedeckt. Durch Kastanienwälder entlang des Vallone
del Castagno und duftende Macchia wandern wir hinauf zum Gipfel.
Nach einer ausgiebigen Brotzeit interessanter Abstieg durch
das Val di Chiesa zum Meer. Zurück mit dem Boot nach
Lipari. Gehzeit 6 Std.
7. Tag: Tagesausflug nach Filicudi. Die Insel war der antike
Verbannungsort. Kaiser Augustus schickte seine Tochter Julia
wegen ihres ausschweifenden Lebens auf die Insel. Was für
sie eine Strafe war, besucht man heute freiwillig. Ruhe und
Natur pur! Mit einem herrlichen, weit reichenden Ausblick
beginnt unsere Wanderung zum M. Fossa-Felci, 774 m. Der Bergpfad
führt durch verschwenderisch blühende u. duftende
Inselvegetation zum höchsten Punkt. Gehzeit 4 Std. Evtl.
wahlweise Bergtour oder Bootsrundfahrt um die mit mächtigen
Felsabbrüchen, traumhaften Grotten und bizarren Felspfeilern
aus dem azurblauen Meer aufragende Insel. Hier ist nur noch
Staunen, Baden u. Genießen angesagt.
8. Tag: Letzter Tag auf Lipari. Nach
einem gemütlichen Frühstück mit leichtem Rucksack
durch die Gassen des netten Städtchens Richt. Fährhafen,
an der Küste entlang empor zum malerisch gelegenen Aussichtsberg
"Monterosa" 240 m. Abstieg
nach Canneto zum Bimsstein- und Obsidian-Strand. 3 Std. Gehzeit.
Baden, Schwimmen, Genießen und natürlich Steine
suchen. Ein Muss jedes Inselbesuchers. Einerseits der Bimsstein,
weiß und so leicht, dass er auf dem Wasser schwimmt,
andererseits der schwere, glasharte und schwarze Obsidian.
Das Glasgestein brachte der Insel bereits vor 6000 Jahren
den ersten großen wirtschaftlichen Aufschwung. Rückfahrt
mit dem Bus zum Hotel - Stadtbesichtigung, Einkaufsbummel,
Cappuccino und... alles, was das Herz begehrt.
9. Tag: Hotelwechsel, Schnellfähre mit allem Gepäck
nach Stromboli. Der Vulkan, seit Jahrtausenden aktiv, inselbeherrschend
und sicherlich der spektakulärste der Äolischen
Inseln. In kurzen Intervallen schleudert er glühende
Magmafetzen zum Himmel. In klaren Nächten sichtbar als
Leuchtfeuer. Am späten Nachmittag Aufbruch von S. Vicenzo,
am legendären Haus v. I. Bergman und R. Rossellini (Film-
Dreharbeiten Stromboli) vorbei Richt. Observatorium. Am Pflasterweg
und schließlich durch den abenteuerlichen und sehr ausgewaschenen
Pfad die Hangkante empor. Die grandiose Aussicht, das Rumoren
und Fauchen der Eruptionen über uns, noch dazu bei Sonnenuntergang,
lässt ein sehr eigenartiges Gefühl aufkommen. Vom
Pizzo, 918 m einem relativ sicheren Platz aus blicken wir
direkt in die drei aktiven Krater hinab, die abwechselnd in
einem sprühenden Feuerzauber explodieren mit dem dazugehörenden
Schwefelgeruch. Nächtlicher Abstieg über den ausgetretenen,
gut gehbaren Vulkanasche-Hang zurück zum Hotel. Gehzeit
ca. 6 Std.
10. Tag: Gemütliches Frühstück und die Eindrücke
beim Anblick des Stromboli nochmals vorbeiziehen lassen. Badepause.
Am späten Vormittag setzen wir zum Hotelwechsel mit dem
Tragflügelboot nach Vulcano über. Schon von weitem
kann man die Dampfsäule des immer noch tätigen und
wahrscheinlich schönsten Vulkans erkennen. In Porto Levante
erwarten uns der Faraglione della Fabbica, der unverkennbare
Schwefelgeruch. Die warmen Schlammbäder wendet man heute
noch an zur Behandlung von Rheuma, Arthrose und Hautkrankheiten.
11. Tag: Vulcano verdankt ihren Namen der gewaltigen vulkanischen
Aktivität. Die alten Griechen stellten sich vor, der
Gott des Feuers hätte seine Schmiede im Schlund des Vulkans.
Hier fertigten er und seine einäugigen Gehilfen, die
Zyklopen, Blitze für Zeus. Die Römer übertrugen
den Namen ihres Feuergottes Vulcanus auf die Insel. Heute
gehen wir auf den Gran Cratere, 391 m. Durch Ginster, schwarze
Schlacke und zerfurchte rote Tone zum Kraterrand und weiter
zum höchsten Punkt. An den dampfenden Spalten schlagen
sich zarte, leuchtend rote und gelbe Schwefelkristalle nieder.
Atemberaubende Ausblicke in den Krater und die "sieben
Schönheiten", die Liparischen Inseln. Rundtour.
Abstieg zu den heißen Quellen und dampfenden Fumarolen
am und im Meer. Ein schöner Abschluss ist der schwarze
Strand von Porto di Ponente. Der Schwefelgeruch wird uns noch
einige Zeit an diese wunderbare Tour erinnern. Gehzeit 3 1/2
Std.
12. Tag: Leider schon der letzte Tag auf Vulcano und den
Liparischen Inseln. Genießen. Wir nehmen Abschied. Noch
einmal ins Meer. Zeitige Fahrt mit dem Tragflügelboot
nach Milazzo und Transfer zum Flughafen Catania. Heimreise.
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